Von und Für Meine Eltern

giselak

Die Entwicklung und das Wachstum
des Reiterhofes Hennemühle
von Ilse Kaiser

Im Jahre 1947 heirateten wir und übernahmen den ungefähr 16 ha grossen landwirtschaftlichen Betrieb, anfänglich wurde reine Landwirtschaft betrieben mit 2 Pferden als Zugtiere.

pferdearbeitDa mein Mann Heinz schon als Kind ein großer Pferdeliebhaber war, verwirklichte er sein Herzenswunsch, die Arbeit mit den Pferden weiter auszubauen. Mit Unterstützung der Frau Marie-Luise Schwartz vom Verband der Ponyzüchter Hessen kauften wir zwei Fjordstuten direkt aus Dänemark. 2ponyskamaMit den Fjordstuten Kunda und Nora und dem Fjordhengst Gunnar, den uns Frau Schwartz leihweise überließ, begann unsere Zucht. Und wir hatten eine Deckstation. Die Stuten aus der Umgebung wurden zu uns zum Decken gebracht. Das Deckgeld betrug damals 80 - 100 DM. Wir selbst hatten jedes Jahr zwei Fohlen und als die Stutfohlen dann vierjährig waren, wechselten wir den Hengst. Die späteren Hengste hießen Thorwald, Thor und Fabian.

ponyreitenMitte der Sechziger Jahre begannen wir Ponyreiten für Kinder, jeden Sonntag. Fünf Runden gab es für zwei Mark. Das war der Anfang. Ein gebrauchter Wohnwagen wurde als Verkaufsstand umgebaut. Es gab Würstchen, Brötchen, Eis und Süssigkeiten, das Geschäft lief gut und machte Spass. An besonderen Tagen hatten wir einen musikalischen Alleinunterhalter engaiert. Die Nachfrage zum Reiten wurde von Jahr zu Jahr größer.

In den nächsten Jahren vergrößerte sich unsere Herde auf fast 40 Pferde. In dieser Zeit begannen wir jedes Jahr ein Ponyfest unter Mitwirkung von Frau Schwartz zu organisieren. Vormittags waren Prämierungen und nachmittags Schaunummern.ponyfestquadrille

Das Programm war attraktiv und unterhaltsam. Vorführungen wie Tandemreiten, Quadrille und der Viererzug waren schöne Höhepunkte für unser zahlreiches Publikum.

Es gab immer einige Pferde zum Fahren. Mein Mann hat öfters mit blank geputzten Geschirr Ein-Spänner, Zwei-Spänner und den Viererzug auf Hochzeiten und anderen Festlichkeiten gefahren.

Auf Wunsch vieler Eltern begannen wir Anfang der Siebziger Jahre mit Reiterferien. Die stillgelegte alte Mühle wurde umgebaut zu Mehrbettzimmern für Ferienkinder. Im Lauf der Jahre kamen immer mehr Kinder hinzu. 1980 wurde der Dachboden des über 300 Jahre alten

Fachwerkgebäudes weiter ausgebaut. Wenn ich zurückschaue, es war eine wunderschöne Zeit des gemeinsamen Aufbaus und Wachstums.pferdekommen

Ich erinnere mich, wir hatten jährlich zwischen 6 und 10 Fohlen. Und weil nicht immer die nötige Zeit vorhanden war, die jungen Tiere langsam mit den Menschen vertraut zu machen, verwilderten sie ein wenig. Wir hatten einen jungen Helfer und Freund, der sie dann zum Zwecke des Brandes geschickt mit dem Lasso einfing, sich dabei manchmal an den Hals der Pferde hing. Das war eine grosse Freude mitanzusehen.



Der Hengst Gunnar mußte unseren Schlepper anziehen.
Heinz auf dem Schlepper und ich an der Trense. Der Hengst zog an ....... und die Zugkette platzte.
Der Arme voller Panik rannte wild herum.
Mein Mann sprang vom Schlepper und wurde auf den Zeh getreten.
AUA

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